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Frauenzentrum Osttirol

Beratung für Mädchen und Frauen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 12:30 Uhr,
Mittwoch 16 bis 18 Uhr, Nachmittagstermine nach Vereinbarung

Bild: Lesezeichen

Veranstaltungen

Kinotag zum internationalen Tag der Frauen

Donnerstag, 10. März 2016
Vorstellungen: 18:15 Uhr und 20:30 Uhr

Carol

Regisseur: Todd Haynes
Melodram mit Kate Blanchet und Rooney Mara
6 Oscar-Nominierungen 2016

Basierend auf einer Geschichte von Patricia Highsmith bietet der Film eine subtile melodramatische Studie über Geschlechterbeziehung und Klassenverhältnisse im Amerika der frühen Fünfzigerjahre.

Im New York der 1950er-Jahre führt Carol (Cate Blanchett) eine unerfüllte Ehe mit ihrem wohlhabenden Mann Harge (Kyle Chandler). Sie lernt die junge Therese (Rooney Mara) kennen, die in einem Kaufhaus arbeitet und von einem besseren Leben träumt. Auf einer gemeinsamen Reise entwickelt sich eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen - und schließlich die große Liebe.

Plakat des Films Carol

Harge will das neue Glück seiner Frau jedoch nicht akzeptieren. Er beauftragt einen Privatdetektiv damit, dem frisch verliebten Paar zu folgen und entscheidende Beweise für das laufende Scheidungsverfahren zu sammeln. Carol muss schon bald um das Sorgerecht ihrer geliebten Tochter kämpfen. Ihr Mann versucht es ihr mit allen Mitteln zu nehmen.

Im Rahmen der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen veranstaltet das Frauenzentrum Osttirol in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Tirol einen Informationsabend zum Thema:

Gewalt gegen Frauen "Sicherheit (nicht nur) in der Öffentlichkeit"

Schwerpunktthemen sind

  • Erscheinungsformen von Gewalt und Aggression
  • Erkennen von Gefahrenmomenten
  • Tipps und Anregungen zum selbstbewussten Umgang

Es wird auch über folgende Themen diskutiert

  • Was ist "Häusliche Gewalt - Gewalt in der Privatsphäre"
  • Gewalt in der Öffentlichkeit/Überfälle/sexuelle Übergriffe
  • Aggression im beruflichen Umfeld
  • Selbstbewusstes Auftreten - was ist der Unterschied zur Selbstverteidigung?
  • Was ist im Fall einer Straftat zu tun?
  • Wie kann ich aktiv mein Umfeld sicherer gestalten.

Referent: Roland Schweighofer, Landeskriminalamt Tirol

Ort: Stadtbücherei Lienz, Egger Lienz Platz 2, 9900 Lienz
Zeit: Dienstag 15.11.2016, 18:30 Uhr

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an interessierte Mädchen und Frauen.

Anmeldung im Frauenzentrum: Telefon: 04852/671 93
info@frauenzentrum-osttirol.at

Besucherinnen und Besucher: 24

Literatur für Frauen

"Wagemutig Eigensinnig Geistreich"

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lienz haben wir 2008 das Literaturprojekt: "Wagemutig Eigensinnig Geistreich" gestartet. Im Link der Stadtbücherei finden Sie die Bücherliste und die unterschiedlichen Rubriken.

http://www.stadtbuecherei-lienz.webopac.at

Veranstaltungen 2015

Kinotag zu 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Donnerstag, 03. Dezember 2015
Beginnzeiten entnehmen Sie bitte dem aktuellen Kinoprogramm

Hedi Schneider steckt fest

Regisseur: Sonja Weiss
Tragikomödie mit Laura Tonke und Hans Löw

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet - sie nehmen den Alltag wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte.

Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Eine Panikattacke, bei der Hedi das Gefühl hat, einen Herzinfarkt zu bekommen, entpuppt sich als das Symptom einer schweren Depression. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Obwohl sie versuchen, aneinander festzuhalten, gerät Hedis und Ulis Welt aus den Fugen.

Plakat des Films Hedi Schneider steckt fest

Mit schwebender Leichtigkeit und zärtlichem Humor beschreibt der Film, dass auch im Beziehungsleben der 30-Something-Generation die Liebe bleibt, was sie ist: etwas ganz Fragiles. Regisseurin Sonja Weiss beweist erneut ihr besonderes Gespür für den schmalen Grat zwischen Tragik und Komik. Mit großer Liebe zu ihren Figuren erzählt sie davon, was passiert, wenn das gewohnte Leben plötzlich verschwindet.

Besucherinnen und Besucher: 64

Presseartikel, Tiroler Tageszeitung:

Frauenzentrum Osttirol lenkt den Blick auf ein Tabuthema

Über Gewalt in der Schwangerschaft wird kaum gesprochen. In Lienz wird mit einer Schwerpunktaktion für dieses Problem sensibilisiert.

Von Claudia Funder, Tiroler Tageszeitung

Lienz – Seit vielen Jahren beteiligt sich das Frauenzentrum Osttirol an der internationalen Kampagne, die in Form verschiedenster Aktivitäten auf die Bedrohung von Frauen durch männliche Gewalt aufmerksam macht. Für ein deutlich wahrnehmbares Zeichen nach außen nimmt man auch an der bundesweiten Fahnenaktion teil. Die Flagge mit der Aufschrift "Frei leben ohne Gewalt" wurde erneut am Egger-Lienz-Platz gehisst und wird bis 10. Dezember zum Nachdenken anregen.

Das Frauenzentrum Osttirol mit Sitz in der Schweizergasse in Lienz hat im vergangenen Jahr 255 Mädchen und Frauen 583 persönlich und 431 telefonisch oder per E-Mail beraten. Insgesamt gab es 1905 Kontakte mit Klientinnen. Als Opferschutzeinrichtung wird – wenn die Gewalt massiv ist – auch eine Übergangswohnung geboten, in der Frauen mit ihren Kindern vorübergehend Unterschlupf und Begleitung finden. Im Vorjahr wurden hier 1395 Aufenthaltstage verzeichnet.

Das Team des Frauenzentrums – Brigitte Schieder, Barbara Brandstätter und Anna-Maria Eder – weiß von zahlreichen Formen der Gewalt zu berichten, mit denen Osttirolerinnen konfrontiert sind. Anlässlich der diesjährigen Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" richtet man in Lienz den Blick auf ein Thema, das besonders stark mit Tabus behaftet ist: Gewalt in der Schwangerschaft.

Dazu holte man sich die Familienbegleiterin des Netzwerkes "Gesund ins Leben", Angelika Heichlinger, mit ins Boot, die für den Bezirk Lienz zuständig ist und in einem Vortrag aufklärte. "Die Schwangerschaft sollte als besonderer Lebensabschnitt von Zuwendung und Sicherheit geprägt sein. Wenn aber Frauen in dieser Zeit Gewalt erfahren, werden präventive Angebote wie Vorsorgeuntersuchungen und Geburtsvorbereitungskurse anteilsmäßig in einem geringeren Umfang und erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch genommen", weiß sie. Es gebe im Schnitt ein vierfach erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt und auch das Risiko einer Fehlgeburt sei erhöht.

Für Osttirol gibt es noch keine konkreten Zahlen, diese würden erst nächstes Jahr als Ergebnis einer Studie vorliegen. Finanzielle und emotionale Abhängigkeit mache es Betroffenen oft schwer, aus der Gewaltbeziehung auszusteigen. Werde Gewalt in der Schwangerschaft geortet, gelte es, die Frau mit Offenheit anzusprechen und ihr Möglichkeiten anzubieten, ohne jedoch zu bevormunden.

Das Frauenzentrum Osttirol, das im Rahmen der diesjährigen Schwerpunktaktion auf dieses sensible Thema aufmerksam macht, ist bewährter Ansprechpartner für Frauen, die von Gewalt in verschiedenen Formen, auch jener während der Schwangerschaft, betroffen sind. Hilfe, Begleitung und Schutz erreichen Betroffene unter der Tel. 04852/67193.

Presseartikel, Osttirol heute:

Lienz macht bei "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" mit

Das Frauenzentrum Osttirol beteiligt sich an der internationalen Kampagne. Angelika Heichlinger sprach am 30. November 2015 zum Thema "Gewalt in der Schwangerschaft".

Vor dem Vortrag der Hebamme, Still- und Laktationsberaterin Angelika Heichlinger lud das Frauenzentrum Osttirol zu einer Pressekonferenz in die Stadtbücherei Lienz. "Jährlich machen weltweit von 25. November bis 10. Dezember Fraueneinrichtungen weltweit in Form verschiedenster Aktivitäten auf die Bedrohung von Frauen durch männliche Gewalt aufmerksam. Der Vortrag von Angelika Heichlinger über Gewalt in der Schwangerschaft ist bei uns in Lienz heuer das Highlight der Aktion", so die Diplom-Sozialarbeiterin Brigitte Schieder vom Leitungsteam des Frauenzentrums Osttirol. Außerdem wird am Egger-Lienz-Platz an den 16 Tagen die Flagge mit der Aufschrift "Frei leben ohne Gewalt" zu sehen sein. Auch der Monokel-Film "Hedi Schneider steckt fest", der am Donnerstag, 3. November, zwei Mal im Kino CineX gezeigt wird, ist Teil der Aktion.

Angelika Heichlinger ist Hebamme, Still- und Laktationsberaterin. Außerdem ist sie als Familienbegleiterin für das Netzwerk Gesund ins Leben tätig. Sie wies insbesondere darauf hin, dass Gewalt an Frauen weitestgehend noch ein Tabuthema ist. "Besonders für Schwangere und damit auch für das Ungeborene können physische, psychische, ökonomische sowie sexualisierte Formen von Gewalt aber auch Belästigung und Stalking massive gesundheitliche Folgen haben", so Heichlinger. Bei einer Erhebung, an der in 28 EU-Ländern 42.000 Frauen teilnahmen, berichteten 42%, dass sie in ihrer letzten Schwangerschaft von Gewalt betroffen waren, aber nur 20% der Frauen erwähnten Gewalterfahrungen in ihrer derzeitigen Schwangerschaft. "Das muss uns zu denken geben. Häufig fühlen sich Frauen sowohl ökonomisch als auch emotional in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Mann", erklärte Angelika Heichlinger. Laut Erhebung wäre es für 87% der Frauen akzeptabel, über ihre Erfahrungen mit Gewalt zu sprechen. "Wir bieten Hilfe an, wollen aber keinesfalls bevormundend wirken. Ein respektvoller Umgang mit der Entscheidung der Frau ist uns wichtig. Ansprechen von Gewalt sehe ich als einen Drahtseilakt, den man nie ohne Netz machen sollte", so die Familienbegleiterin.

Von einem großen emotionalen Stress der Frau sprach Mag. Barbara Brandstätter vom Frauenzentrum Osttirol. "Natürlich ist dieser schon gegeben, wenn die Frau Gewalt erfährt. Aber auch die Entscheidung, ob eine Beratungsstelle aufgesucht wird, verstärkt meistens den Stress. Hier bieten wir auch juristische und psychosoziale Prozessbegleitung an", so Brandstätter. Laut der EU-weiten Erhebung haben 33% der Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. "Im Frauenzentrum Osttirol wurden im Vorjahr 255 Mädchen und Frauen in 583 persönlichen Kontakten beraten. Über Telefon und E-Mail hatten wir 431 Kontakte", berichtete Mag. Anna-Maria Eder vom Leitungsteam des Frauenzentrums Osttirol.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger

Gewalt in der Schwangerschaft
Formen und Auswirkungen

Anlässlich der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Kindern" laden das Frauenzentrum Osttirol und das Netzwerk Gesund ins Leben zu einem Vortrag ein.

Referentin: Angelika Heichlinger, MHPE, Hebamme, Still- und Laktationsberaterin, Familienbegleiterin für das Netzwerk Gesund ins Leben

Zeit: Montag 30.11.2015 um 19 Uhr
Ort: Stadtbücherei Lienz, Egger-Lienz-Platz 2

Im Anschluss Diskussion und Austausch.

Besucherinnen und Besucher: 15

Veranstaltung in der Mädchenarbeit

Kampagne: "GewaltFREI leben" – 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Kinder

25.11. bis 10.12. 2015

weitere Informationen zur Veranstaltung

Kinotag zum internationalen Tag der Frauen

Donnerstag, 12. März 2015
Vorstellungen: 18:15 Uhr und 20:15 Uhr

Ida

Regisseur: Pawel Pawlikowski
Der Film gewann zahlreiche Filmpreise u. a. den Oscar 2015 für den besten ausländischen Film

Polen 1962. Die 18-jährige Novizin Anna (Agata Trzebuchowska) bereitet sich auf ihr Gelübde vor. Doch bevor sie dieses ablegen darf, stellt die Äbtissin die als Waise aufgewachsene Anna vor eine überraschende Aufgabe: Sie soll ihre letzte verbleibende Verwandte treffen. Anna fährt in die Stadt zu Wanda (Agata Kulesza), der Schwester ihrer Mutter, der sie noch nie begegnet ist. Das Aufeinandertreffen des behütet aufgewachsenen, religiösen Mädchens und der mondänen wie parteitreuen Richterin wird das Leben beider Frauen verändern.

Plakat des Films Ida

ln eindrücklichen Schwarz-Weiß·Bildern, still und intensiv, erzählt der preisgekrönte Regisseur Pawel Pawlikowski von zwei Frauen, denen das Vergessen nicht gelingt.

Ida ist für den polnischstämmigen Filmemacher auch eine Beschäftigung mit seinem Geburtsland Polen und den eigenen Wurzeln. Seine poetische wie klare filmische Annäherung an die bis heute mit Schweigen belegte Gemengelage aus Antisemitismus, Katholizismus und Kommunismus stellt eine zu Recht ausgezeichneten Perle europäischen Filmschaffens dar.

Internationaler Frauentag 8.03.2015

Film Ida

Besucherinnen und Besucher: 286

Veranstaltungen 2014

Kampagne: "GewaltFREI leben" – 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Kinder
25.11. bis 10.12. 2014

gestaltete das Frauenzentrum, in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lienz, ein Projekt für Schulklassen.

Inhalte:

  • Gewalt "sichtbar" machen,
  • Information zum Gewaltschutz,
  • Prävention,
  • Filmvorführungen für Schulklassen und Lehrerinnen und Lehrer in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lienz.

Filme:

  • Das Mädchen Wadja
  • Festung

Besucherinnen und Besucher: 158

Kinotag zu "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"

Frauenzentrum Osttirol macht mit "Hirngespinster" im CineX auf das sensible Thema aufmerksam.

Von 25. November bis 10. Dezember läuft die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" für die Anerkennung von Frauenrechten als Menschenrechte. Seit 2001 wird im Rahmen dieser Kampagne die Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt" durchgeführt, in der Bezirkshauptstadt hisste zu Wochenbeginn das Frauenzentrum gemeinsam mit Bürgermeisterin Elisabeth Blanik am Egger-Lienz-Platz die Fahne.

Das Frauenzentrum Osttirol gestaltet im Rahmen dieser Kampagne in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lienz ein Projekt für Schulklassen, in dem Inhalte wie Gewalt "sichtbar" machen angesprochen werden und Information und Aufklärung zum Gewaltschutz geboten werden.

Zudem ist das Frauenzentrum Osttirol Partnerin der Kampagne: GewaltFREI leben. In den Jahren 2014 und 2015 werden zahlreiche Projekte verwirklicht, die für das Thema Gewalt an Frauen und Kindern sensibilisieren und wertvolle Präventionsarbeit leisten sollen. Zusätzlich sollen Handlungsspielräume aufgezeigt und die Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800/222 555 (anonym, kostenlos und rund um die Uhr) noch bekannter gemacht werden.

Auf der Website www.gewaltfrei-tirol.at findet man alle Infos über Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen. Im September 2014 wurde vom Frauenministerium die fem:HELP-App für Android-Handys und iPhones präsentiert und soll Frauen, die sich in einer Notsituation befinden helfen, Hilfseinrichtungen rasch und unkompliziert zu kontaktieren.

Tobias Moretti (Hans Dallinger) wurde beim Bayrischen Filmpreis 2013 für seine schauspielerische Leistung in "Hirngespinster" ausgezeichnet. (Foto: movienetfilm)

Bild: Plakat des Dramas Hirngespinster

In Kooperation mit dem Filmclub Monokel zeigt das Frauenzentrum Lienz am Donnerstag, 27. November 2014 um 18:15 und 20:15 Uhr im CineX "Hirngespinster". Mit Fingerspitzengefühl und großer Konsequenz, zugleich humorvoll und spannend erzählt der Film von einem jungen Mann, der seine Familie liebt und umso mehr gezwungen ist, sich selbst zu behaupten. Der Film eröffnet dem Publikum eine Welt, in der das Auftauchen eines Menschen das fein austarierte Gleichgewicht eines Familiensystems sprengt und die Betroffenen dazu bringt, dorthin zu schauen, wo sie bislang nicht hinsehen wollten. Eine einfache Lösung gibt es am Schluss trotzdem nicht. In den Hauptrollen Tobias Moretti, Jonas Nay und Hanna Plaß.

Besucherinnen und Besucher: 150

Presseartikel, 26. November 2014, Bezirksblätter:

Frauenzentrum hilft, informiert und klärt auf

Bild: Presseartikel Bezirklsblätter

Lienz (red). Anlässlich der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"
(25. November - 10. Dezember) gestaltet das Frauenzentrum Osttirol, in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lienz, heuer ein Projekt für Schulklassen, bei dem die Schüler über das Thema Gewaltschutz informiert und aufgeklärt werden sollen.

Anonyme Hilfe
Das Frauenzentrum Osttirol ist Opferschutzeinrichtung des Landes Tirol und Frauenservicestelle des Bundes. Im Jahr 2013 wurden dort 56 Mädchen, 145 Frauen und 4 Angehörige in 573 persönlichen und 294 telefonischen Gesprächen beraten. Insgesamt gab es 1602 Kontakte mit Klientinnen. Zudem wird Frauen und Kindern in Gewalt- und Notsituationen für begrenzte Zeit eine Übergangswohnung angeboten. Dort zählt man 1275 Aufenthaltstage von vier Frauen und vier Kindern.

"Frauen in Gewaltsituationen fühlen sich oft allein gelassen. Angst, Scham und Schuldgefühle erschweren den Weg, Hilfe zu suchen. Ein Gespräch im Frauenzentrum kann Entlastung, Bestärkung, Orientierung schaffen. Die Beratung findet in vertrauter, anonymer Atmosphäre statt", erklärt Brigitte Schieder vom Frauenzentrum.

(Bezirksblätter, 26. November 2014)

Presseartikel, 27. November 2014, Osttiroler Bote:

Jede fünfte Frau ist von Gewalt betroffen

Bild: Presseartikel Osttiroler Bote

Mit der Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" will das Frauenzentrum Osttirol seit Dienstag auf die Problematik aufmerksam machen. 2013 verzeichnete das Team des Frauenzentrums 1.602 Klientinnenkontakte. Die Notunterkunft ist fast ständig besetzt.

Jede fünfte Frau in Österreich erfährt seit ihrem 15. Lebensjahr physische und/oder sexuelle Gewalt. Auf ganz Europa gesehen ist es sogar jede dritte Frau. Diese Zahlen wurden bei der Konferenz des Netzwerkes Frauen gegen Gewalt in Europa in Wien präsentiert.

Auch in Osttirol sind viele Frauen von Gewalt betroffen. In den 44 angezeigten Fällen war die Misshandlung der Freundin von Seiten des Lebensgefährten (7), gefolgt von sechs Fällen, in denen der Sohn die Mutter misshandelte, am häufigsten.

145 Frauen, 56 Mädchen und vier Angehörige suchten beim Frauenzentrum Osttirol vergangenes Jahr in 573 persönlichen und 294 Telefonaten Beratung. Wenn die familiäre Situation eskaliert, können Frauen und Kinder für begrenzte Zeit in der Frauennotwohnung untergebracht werden. 2013 nutzten vier Frauen und vier Kinder dieses Angebot.
"Hier finden sie Sicherheit und Schutz, können zur Ruhe kommen und werden von uns begleitet und unterstützt", erklärte DSA Brigitte Schieder (Frauenzentrum Osttirol) bei einem Pressegespräch am Montag.

Das Gewaltschutzzentrum Tirol verzeichnete von Jänner bis Ende Oktober heuer 43 betroffene Osttiroler, 2013 waren es im selben Zeitraum "lediglich" 24. Auch die Zahl der Betretungsverbote (heuer 18) und der "Stalking"-Anzeigen (4) stieg. Familienministerin Gabriele Heinisch-Hosek führt den Anstieg dokumentierter Fälle darauf zurück, dass Frauen mutiger werden und Gewalt anzeigen. Andererseits steige angesichts von hoher Arbeitslosigkeit das Aggressionspotenzial.

Aktionstage
Anlässlich der "16 Tage gegen Gewalt" macht man zwischen 25. November und 10. Dezember verstärkt auf die Problematik aufmerksam. Vor der Stadtbücherei Lienz, die ein eigenes Bücherregal für Frauen hat, wurde die "Gewaltfrei Leben"-Fahne gehisst, und das Frauenzentrum gestaltet zusammen mit der Stadtbücherei das Projekt "Gewaltfrei Leben" für Schulklassen. Schülern werden die Filme "Die Festung" und "Das Mädchen Wadjda" gezeigt, die sie für das Thema sensibilisieren sollen. Ihnen wird auch die neue "fem:HELP App" vorgestellt, die Frauen in Notsituationen helfen soll. Frauen, die rasch Hilfe benötigen, haben einen direkten Zugriff auf den Polizei-Notruf und die Frauenhelpline (auch Gehörlosen-Notruf).

Außerdem wird bereits heute Donnerstag, 27. November, um 18.15 und 20.15 Uhr im CineX der Monokel-Film "Hirngespinster" mit Tobias Moretti und Jonas Nay gezeigt. Die Ordnung des Familienlebens ist für den 22-jährigen Simon (Nay) ein Fulltimejob: Die Hirngespinste seines schizophrenen Vaters (Moretti) sorgen für unberechenbare Gefahren. Simons Zukunft hängt in der Warteschleife, weil sein Vater vehement ärztliche Hilfe verweigert. Als sich Simon in Verena verliebt, wird sein Leben zur Zerreißprobe zwischen Selbstverwirklichung und familiärem Pflichtgefühl.

(Artikel: Osttiroler Bote / Gerti Goller)